Der Tennenloher Forst in Erlangen war früher ein Übungsgelände für die amerikanischen Soldaten, die in Erlangen stationiert waren. Heute ist das Gelände ein Naturschutzgebiet und zählt zu den größten Sandbiotopen in Bayern.
Auf den steppenartigen Flächen grasen die seltenen Przewalski-Wildpferde. Diese Tiere sind nicht nur wunderschön, sondern haben auch eine wichtige Aufgabe als Landschaftspfleger. Sie halten nämlich die offenen Sandflächen der ehemaligen Schießbahnen von Büschen und Bäumen frei und helfen so mit, seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Seit einigen Jahren haben die Pferde Gesellschaft von den Pfauenziegen bekommen. Die Ziegen tummeln sich auf dem gesamten Gelände. Wenn man Glück hat, sind auch süße Ziegenbabys dabei!
Ihr könnt entweder bequem über die Buggy-tauglichen Forststraßen spazieren oder ihr begebt euch auf eine der vielen schmalen Waldpfade. Besonders abenteuerlich ist der rechts des eingezäunten Wildpferdegeländes verlaufende Moorweg, der mit Holzplanken gesichert ist.
Ein breiter Forstweg links des Geheges führt euch auf die Anhöhe des ehemaligen „Kugelfangwalls“ aus der Zeit als Truppenübungsplatz. Von dort aus habt ihr eine herrliche Aussicht auf das Naturschutzgebiet und könnt bis zur Nürnberger Burg und zum Fernsehturm schauen.
Unser besonderer Tipp: Ein Fernglas zum Betrachten der Wildpferde mitnehmen. Wegen des sehr großen Geheges können die Pferde schon mal etwas weiter weg sein.

