In den letzten acht Wochen war das Familienpatenprojekt vor große Herausforderungen gestellt. Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbot ließen die normalen regelmäßigen Besuche der Familienpaten bei den betreuten Familien nicht zu.

Jedoch pflegten die Familienpaten in dieser Zeit dennoch einen engen Austausch zu ihren Patenfamilien und begleiteten diese in dieser Ausnahmesituation aus der Ferne durch Telefonate, Videoanrufe, Briefe, Bastelideen, Unterstützung bei Schulfragen u.v.m. Der Zusammenhalt zwischen Familienpaten und Familien und innerhalb des Projekts hielt in dieser schwierigen Zeit stand.

Nach den Lockerungen in Bayern seit dem 5. Mai 2020 können auch im Familienpatenprojekt die ersten kleinen Schritte der Wiederaufnahme von Begegnungen gegangen werden. Neue Vermittlungen oder eine neue Familienpatenschulung finden jedoch weiterhin noch nicht statt.

Die Kontaktbeschränkung, das Distanzgebot und der Schutz aller und besonders der Risikogruppe stehen weiterhin an oberster Stelle. Jede Patenschaft sollte unter Beachtung der aktuellen Handlungsempfehlung (siehe Dokument „Handlungsempfehlung“) einen individuell passenden Weg finden. Wir empfehlen, die nächsten Schritte der Lockerung mit großer Vorsicht zu beschreiten. Wir nehmen uns hierfür Zeit und suchen das Gespräch zwischen Familienpate und Patenfamilie, da jeder weitere Schritt nur im gemeinsamen Miteinander und der Zustimmung aller Beteiligten gegangen werden kann. Die Koordinatorin unterstützt bei Gesprächsbedarf und Fragen jederzeit sehr gerne.

Wir bleiben zuversichtlich und zusammen geduldig, denn jeder Mensch ist unsere Geduld und Rücksicht wert.

Bei Fragen steht Ihnen telefonisch die Koordinatorin der Familienpaten Erlangen (T. 0179 41 56 542) gerne zur Verfügung.

Für die pausierenden Familienpaten erstellt unsere Projektkoordinatorin wöchentlich einen Newsletter, die Sie auch hier lesen können:

ZUVERSICHT ist trotz den Einschränkungen der Corona-Zeit im Familienpatenprojekt deutlich zu spüren. Familienpaten und Familien halten zusammen und bleiben zuversichtlich. Hier einige aktuelle Zitate, die die Zuversicht und den ZUSAMMENHALT im Projekt widerspiegeln:

„Liebe Patin, ich wünsch dir fil gesuntheit. Es ist schön das du da bist. Ales wird wider gut.“
(eine selbstgeschriebene und gemalte Nachricht inkl. Regenbogenbild eines Patenkindes in der 1.Klasse an seine Familienpatin)

Das Erlanger Familienbündnis macht sich wirklich sehr viel Mühe in diesen ungewöhnlichen Zeiten, das gefällt mir sehr gut.
(Claudia W., Familienpatin seit 2008)

Vielen Dank für die Schreiben an die Familienpaten. Sie beinhalten Tipps und auch Trost in dieser ungewöhnlichen Zeit!
Meine Patenfamilie hat uns angeboten, dass sie oder die Kinder, für uns einkaufen würden! Wir haben uns sehr darüber gefreut. Wir fühlen uns gut, wenn wir uns auch sehr vorsichtig verhalten.
“ (Elisabeth G., Familienpatin seit 2009)

Danke für Deine Worte über Zusammenhalt und Zuversicht. Ich denke, es gibt bei uns so viele gute und aufopfernde Helfer, das ist ganz wunderbar zu sehen. Ich fühle mich getragen und gut versorgt.“ (Helga B., Familienpatin seit 2013)

So habe ich gestern auf meinem Spaziergang einen Brief vor der Haustüre der Familie hinterlegt mit Bastelmaterialien für die Kinder, einem Theaterstück für die erste Osterferienwoche, das sie als Familienprojekt machen könnten. Damit Ablenkung eine kleine Chance ist.
(Maria L.-L., Familienpatin seit 2012)

In dieser Woche bekam ich von jedem Kind ein kleines Video geschickt, das kann ich anschauen, wann immer ich die Kinder mit ihrem ansteckenden Lachen vermisse.
(Maria L.-L., Familienpatin seit 2012)